Umbau Schlossscheune, Uster

2018

Alt und Neu

Jahr: 2018

Auftrag: Farbberatung aussen und innen
Auftraggeberin: Stiftung Wagerenhof, Uster
Architektur: Wirz Architekten, Zürich
Fotografie: Fotoarchiv Kantonale Denkmalpflege

Alt und Neu

Projektbegleitung in denkmalpflegerischen Fragen während der Ausführungsphase (Entwurf Reinraum, Treppe, Geländer, Türen)

Umbau Scheune, Zürich

2016

Farbe im Kontext

Jahr: 2016

Auftrag: Farbkonzept aussen und innen
Architektur: Wirz Architekten, Zürich
Fotografie: Hannes Henz, Zürich

Farbe im Kontext

Die Scheune eines 300 Jahre alten Bauernhauses soll zusammen mit einem später hinzugekommenen Gewerbeanbau in Wohn- und Arbeitsräume umgebaut werden. Für die Öffnungen der verputzten Flächen und diejenigen der Holzfassade werden in Anlehnung an den Bestand zwei verschieden helle Brauntöne gewählt. Diesem stattlichen, beeindruckenden Bau auch im Innern einen entsprechenden Ausdruck zu verleihen, war Leitmotiv für die weiteren Überlegungen. Dazu wurden als erste Massnahme die Öffnungen durchgefärbt, die Fassade wird so im Innern ablesbar. Ein wichtiger Eingriff betrifft die Raumabschlüsse in der Hauptwohnung. Um die Tiefenwirkung der längs orientierten Raumfolge im ehemaligen Tenn zu betonen, wurden die Raumabschlüsse samt eingebauter Küchen- und Schrankmöbel dunkel gestrichen. Der mineralische, mittelgraue Bodenbelag sowie die neutral pigmentierten Eichenböden und die Treppe werden ergänzt durch Brüstungen aus Dreischichtplatten, die in einer alten Technik veredelt wurden.

Sanierung Wohnsiedlung, Horgen

2015

Neue Ordnung über Farbe

Jahr: 2015

Auftrag: Farbberatung Sockel, Lifttürme und Balkonbrüstungen
Auftraggeberin: Allgemeine Baugenossenschaft Zürich (ABZ), Zürich

Neue Ordnung über Farbe

Die Wohnsiedlung wird geprägt durch die fassadenverkleidenden Eternitplatten in kräftigen, warmtonigen Bunttönen der 70er-Jahre. Das Farbspektrum der einzelnen Fassaden bewegt sich von Beige über Ocker, Orange und Rot bis zu einem mitteldunklen Braunton. Bei der jetzigen Sanierung sollen die Betonelemente (Sockel, Balkonbrüstungen) sowie die verputzten Lifttürme neu gestrichen werden. Mit dem Vorschlag für die neu zu streichenden Elemente wird das bestehende Farbkonzept aufgenommen und weitergeführt. Während sich die abgesetzten Lifttürme farblich der jeweiligen Fassadenfarbe inkl. der zurückversetzten Balkonwände angleichen, erhalten der Sockel und die Balkonbrüstungen einen neuen, eigenständigen Farbton, der zwischen den bestehenden Bunttönen vermittelt und die verschiedenen Farbigkeiten der einzelnen Fassaden neu fasst.

Fassadensanierung Mehrfamilienhaus, Zürich

2015

Minimale Farbverschiebung

Jahr: 2015

Auftrag: Farbberatung aussen
Architektur: Wirz Architekten, Zürich
Fotografie: Hannes Henz, Zürich

Minimale Farbverschiebung

Bei der Sanierung dieses im Inventar der Stadt Zürich aufgeführten Mehrfamilienhauses sind die gartenseitige Putzfassade, der Sockel sowie Kunststeinverzierungen und Fensterläden neu zu streichen. Dabei sollte die vorgefundene Farbigkeit grundsätzlich beibehalten werden. Der helle rötliche Ocker der verputzten Fassade zeigte sich durch die jahrelange Verwitterung in vielen verschiedenen Nuancen, ebenso wurden bei den hellen Flächen verschiedene gebrochene Weisstöne vorgefunden. Die Frage stellte sich, welche dieser Nuancen für den neuen Anstrich verwendet werden sollen. Dazu wurden auf der Grundlage der abgenommenen Töne verschiedene Musterserien erstellt, die mehrmals vor Ort überprüft und mit dem bestehenden Sichtbackstein verglichen wurden. Für die Putzfassade fiel der Entscheid schliesslich zugunsten einer Nuance, die einen Hauch heller und zarter ist. Für die helle Sockelfarbe wurde ein etwas kühlerer Ton gewählt. Diese minimale Verschiebung der Farbtöne verstärkt den noblen Ausdruck der Fassade.

Sanierung Mehrfamilienhaus, Bern

2014

Warmer Ocker und kühles Rosa

Jahr: 2014

Auftrag: Farbberatung aussen
Architektur: Georg Luginbühl, Bern

Warmer Ocker und kühles Rosa

Im Zug einer Dachsanierung wird die hofseitige Fassade eines Mehrfamilienhauses neu gestrichen. Die Fassade ist im Bauinventar der Stadt Bern unter der Schutzkategorie erhaltenswert eingestuft. Die vorgefundene Fassade in einem feinen Ockerton hat eine Patina, die auf einen mineralischen Anstrich hindeutet. Der neue Farbton sollte an den alten anknüpfen und sich in die angrenzenden, teils sanierten Fassaden einreihen. Mithilfe verschiedener systematischer Musterserien auf Papier wurden minimale Farbtonunterschiede geprüft, alle im Bereich eines leicht gelblichen bis leicht rötlichen Ockers. Bei der Überprüfung vor Ort zeigte sich, dass bereits geringste Unterschiede in der Menge der verwendeten Pigmente die Wirkung und die Beziehung zu den anderen Fassaden stark verändern konnten. Die Wahl fiel schliesslich auf einen leicht rötlichen Ockerton, dessen Hellbezugswert sich im Bereich der benachbarten Fassaden bewegt. Die Loggia im Hochparterre wird in einem hellen, leicht kühlen Rosa gestrichen, das in minimalem Kontrast zum warmen Ocker steht. Vom Innenraum betrachtet wirkt es frisch und luftig.